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    Die russische Baubranche

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    Die russische Baubranche

    Seit vielen Jahren zählt die Baubranche in Russland zu den profitabelsten und am schnellsten wachsenden Industriezweigen...

    Traditionell spielt der Staat bei der Entwicklung der Branche eine Hauptrolle. Durch die Einführung weitreichender Regierungsprogramme, unter anderem das landesweite Projekt „Bezahlbarer und bewohnbarer Wohnraum für russische Bürger“, wurden im Jahr 2014 81 Million Quadratmeter an Wohnbauten errichtet, was einen Rekord innerhalb Russlands neuester Geschichte darstellt.
    Der Anteil an Nichtwohnungsbauten im öffentlichen Bereich ist ebenfalls hoch. Zunächst gibt es die großen Projekte in den Regionen, die reich an natürlichen Rohstoffen sind. Die föderalen Gebiete Sibirien, Ural und Ferner Osten erhielten erhöhte Subventionen in den Bereichen Infrastruktur und Schwerindustrie-Infrastruktur. Es ist entscheidend auch die Infrastruktur der Öl- und Gasfelder in der Region Tyumen und der autonomen Region Khanti-Mansiysky auszubauen.

    Laut dem Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung wird das größte Investitionsprojekt das „Programm der integrierten Entwicklung der Felder im nördlichen Kaspischen Meer“ sein. Innerhalb dieses Projekts plant das Unternehmen „LUKOIL“ 25 Plattformen und 1000 Kilometer Pipeline zu bauen. Insgesamt betragen die Investitionen zwischen 5 und 10 Milliarden Dollar. Die FIFA Weltmeisterschaft 2018, die in Russland stattfinden wird, hat auch einen positiven Einfluss auf die Gesamtentwicklung des öffentlichen und des privaten Sektors der Baubranche. Fußballstadien, Sportanlagen und andere Infrastrukturen in Moskau, St. Petersburg, Jekaterinburg, Rostov-on-Don, Samara, Wolgograd, Nizhny Nowgorod, Kazan, Saransk, Kaliningrad werden neu gebaut oder renoviert.
    Innerhalb der letzten Jahre wurde auch die steigende Zahl an neuen Hotels,

    Einkaufszentren und Supermärkten in Russlands größten Städten zu einem wichtigen Faktor für das Wachstum der Branche. Besonders der Bau kommerzieller Immobilien ermöglicht konstantes Wachstum im Nichtwohnungsbau-Sektor der Baubranche.

    Gemäß eines jährlichen Rankings der russischen Städte mit dem höchsten Investitionspotenzial im Einzelhandelsmarkt rangieren die Städte des föderalen Gebiets Wolga auf den führenden Plätzen für den Bereich Gewerbeflächen. Hier findet sich die dichteste Konzentration an Gewerbeflächen pro 1000 Einwohner. Die Aufstellung basiert auf der Bevölkerungszahl, der voraussichtlich neuen Gebäude, des Durchschnittslohns der Bevölkerung und das Vorhandensein sowie die Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Geschäftsflächen. Samara, Nizhny Nowgorod und Kazan weisen dabei den höchsten Anstieg im Bau von Gewerbeimmobilien auf.

    Ein weiteres wichtiges Staatsprojekt, das Projekt „Neues Moskau“ hat sich zum Ziel gesetzt, 10 bis 20 industrielle Technologieparks inklusive vieler neuer Arbeitsplätze zu errichten, der Bau riesiger Wohnanlagen, Bürokomplexe, akademischer Einrichtungen, Businessparks und neuer Infrastruktur wird vorbereitet. Das Ziel des Projekts ist die Bekämpfung des Problems der Überbevölkerung in der Moskauer Innenstadt.

    Die Branche nicht-metallischer Bauwerkstoffe (Schotter, Splitt, Kies, Sand usw.) spielt eine entscheidende Rolle innerhalb des Bausektors. Diese Branche kann als wichtiger Indikator der wirtschaftlichen Lage des gesamten Landes erachtet werden. Der Anstieg der Herstellung von Bauwerkstoffen geht immer einher mit einer Verbesserung der gesamten makroökonomischen Situation und auch mit dem Investitionsanstieg innerhalb der Baubranche.

    Heutzutage sind in Russland etwa 1000 Unternehmen im Bereich der Herstellung nichtmetallischer Bauwerkstoffe tätig. Die größte Anzahl dieser Unternehmen befindet sich in den föderalen Bezirken des Zentrums (192), Sibirien (182) und dem Nord-Westen (171). Innerhalb der Bezirke befindet sich die größte Anzahl an Betriebsanlagen zur Herstellung von Schotter und Splitt in der Republik Karelien (49), der Region Swerdlowsk (36), der Chelyabinsk Region (33) und der Region Krasnoyarsk (33).

    Schotter und Splitt spielen eine große Rolle innerhalb der gesamten Branchenstruktur, der Anteil beträgt zwischen 50 und 55%. Auf dem zweiten Platz rangiert Sand mit einem Anteil von rund 30%.
    Heute gibt es dennoch einen Engpass an russischen Produktionskapazitäten, um den gesamten Bedarf an Bauunternehmen zu decken. Experten zufolge beträgt der Gesamtbetrag der Produktion nicht-metallischer Materialien in Russland ungefähr 450 Millionen Kubikmeter, was fünfmal weniger ist als in den USA, wo dessen Anteil sich auf über 2 Milliarden Kubikmeter beläuft.

    Hauptsächlich liegt das an dem hohen Level an Wertminderungen des technologischen Kapitals, die in einigen Werken 80-90% betragen. Das führt dazu, dass die Produktion aufgrund des hohen Brennstoffverbrauchs ineffizient wird, was wiederum zu einem Anstieg der Zusatzkosten führt. Die Automatisierung der Produktionsprozesse ist bis dato auf relativ niedrigem Niveau, weil es an progressiver und innovativer Ausstattung mangelt. Industrieexperten haben sich wiederholt mit Vorschlägen zur Abschaffung der Zölle für technologische Ausstattung und Ersatzteile, die in Russland nicht erhältlich sind, an die russische Regierung gewandt.

    In den Jahren 2012 und 2013 stieg die Herstellung nicht-metallischer Bauwerkstoffe aufgrund des Anstiegs im Output an. Besonders in den Föderalbezirken Nord-West und Zentrum, welche reich an natürlichen Ressourcen sind. Nichtsdestotrotz gibt es momentan, angesichts der Tatsache der Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Situation und der gesunkenen Nachfrage an Gebäuden in Russland (um 30-40%), einen Rückgang der Produktion. Die Entwicklung der Branche ist direkt verbunden mit der Nachfrage der Endabnehmer. Im Fall niedriger Nachfrage werden die Unternehmen wegen Lagerproblemen zum Leerlauf gezwungen, weil die Produkte an Qualität verlieren. Die sich verschlechternde Situation zwingt Arbeitgeber zum Personalabbau. Bisher haben rund 25% der Bauunternehmen Personal abgebaut, und das zum Teil massiv.

    Der Rückgang der Nachfrage nach Wohnbauten und Bebauungen führte zu einem dramatischen Rückgang an Baumaterial-Importen. Seit Beginn dieses Jahres, sind diese bereits um fast 60% - verglichen mit 2014 - gefallen. Der Anteil ukrainischer Importe, der den Löwenanteil aller Importe ausmacht, ist wegen der signifikanten Preisunterschiede deutlich angestiegen. Der Markt der Lieferung von Schotter und Splitt aus der Ukraine nach Russland wird fast ausschließlich von russischen Geschäftsleuten kontrolliert.

    Der Produktionsrückgang geht einher mit Verlusten der Produktivität der Arbeitskräfte, die in Russland verglichen mit anderen Ländern mit fortschrittlichen Volkswirtschaften geringer ist. Die Unternehmen, die nicht-metallische Baustoffe herstellen, verwenden oft veraltete Techniken und Technologien für die Verarbeitung von Rohstoffen, die seit rund 30-40 Jahren nicht mehr erneuert worden sind. Noch veraltetere Technologien kommen im Bergbau zum Einsatz.

    Die Situation ist besonders kritisch im Bereich der Exploration neuer und zusätzlicher Depots nicht-metallischer Materialien. Es ist unabdingbar, dass die Zahl neuer Bruchgestein- und Kies-Felder erweitert wird. Allgemein kann man sagen, dass, wie viele andere Bereiche der Industrie, auch in der Branche der nicht-metallischen Baustoffe noch die Ressourcenbasis aus Zeiten der Sowjet Union verwendet wird.




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    Last edited by Author; 22nd June 2015 at 10:44.

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