Dreifach speziell

Uzwil, 01. Oktober 2008 - Der Kunde ist speziell, das Produkt ist speziell, die Anlage ist speziell: Das neue Bühler Extrusionssystem der brasilianischen Inquil Indústria de Amidos Especiais Ltda zur Herstellung modifizierter Stärke für die industrielle Anwendung.

Im Jahr 1970 als Teil einer Agro-Gruppe gegründet, stellt Inquil seit über 30 Jahren einen wichtigen Teil der industriellen Entwicklung der brasilianischen Wirtschaft dar. Heute hat Inquil Indústria de Amidos Especiais Ltda, wie das Unternehmen seit 2004 heisst, den Sitz in Treze de Maio im Bundesstaat Santa Catarina im Süden Brasiliens. Inquil produziert im Nebengeschäft Tapiokastärke und weitere modifizierte Mehle für die brasilianische Nahrungsmittelindustrie. Die Haupttätigkeit von Inquil ist jedoch die Herstellung modifizierter Stärke für die industrielle Verwendung.

Maniokwurzel als Rohstoff
Die Inquil Indústria de Amidos Especiais Ltda hat sich über die Jahre zum Spezialisten für spezielle modifizierte Stärken für die verschiedensten Anwendungen entwickelt. Die Grundlage für die modifi-zierte Stärke bildet die Maniokwurzel. Aus der bearbeiteten und getrockneten Wurzel wird Tapioka hergestellt, eine nahezu geschmacksneutrale Stärke. Weltweit werden jährlich rund 190 Millionen Tonnen Tapioka produziert, etwas über 10 % davon in Brasilien. In unveränderter Form stellt Tapioka für rund 500 Millionen Menschen in verschiedenen afrikanischen, asiatischen und südamerikanischen Ländern ein Grundnahrungsmittel dar.

Kosmetik bis Ölförderung
Inquil wandelt Tapioka in modifizierte Stärke um. Aus Tapioka wird die wasserlösliche und extrem wasseraufnahmefähige und klebrige modifizierte Stärke. Diese Stärke wird zusammen mit geheimen Zutaten zu Spezialbindemittel für industrielle Anwendungen vermischt. Die Spezial-Stärken von Inquil findet man schliesslich in so exotischen Bereichen wie der Erdölförderung zum Binden von Bohrschlamm oder in der Giessereibranche zum Binden von Sandpartikeln oder tonförmigen Mineralien. Die Inquil-Stärke wird aber auch von der Kosmetik- und Textilindustrie in Form verschiedener Bindemittel verarbeitet.

Bis vor einem Jahr produzierte Inquil seine modifizierten Stärken auf einem Einwellenextruder eines südamerikanischen Herstellers. Weil es jedoch immer wieder zu Maschinen- und Produktionsausfällen kam, suchten die Inquil-Direktoren Pedro Tocchetto Thormann, Marcelo Belleza Stella und Lázaro Antonio Alves nach einer Alternative. Durch Empfehlung eines deutschen Stärkeherstellers kam der Vorstand in Kontakt mit den Bühler Extrusionsspezialisten. Zusammen wurde eine Lösung für die spezifische Aufgabenstellung bei Inquil gesucht. Schon bald war der Inquil-Direktor vom Bühler Extrusionsprozess überzeugt.

Komplettes Extrusionssystem
Im Mai 2005 bestellte Inquil ein komplettes Extrusionssystem. Für den zentralen Extrusionsvorgang wurde ein Zweiwellenextruder gewählt. Die beiden Schnecken reinigen sich gegenseitig. Die Bestellung umfasste auch die gesamte Anlagensteuerung. Kundenseits wurde die Rohmaterialzuführung und die Vermahlungsanlage bereitgestellt. Die neue Anlage wurde in einem neuen Gebäude in Kompaktbauweise aufgebaut. Im Verlaufe des Jahres 2006 konnte die Anlage schliesslich in Betrieb genommen werden. Seither läuft die neue Stärkeanlage von Inquil problemlos und zur vollen Zufriedenheit des Kunden. Die Inquil-Direktoren: «Wir sind mit der Abwicklung des Geschäftes und auch mit der Leistung der neuen Anlage sehr glücklich.» Bereits arbeitet er mit Bühler an einem neuen Projekt: Eine Extrusionsanlage für Lebensmittelstärke.

Weitere Informationen finden Sie auf:
https://edir.bulk-online.com/profile...witzerland.htm
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